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300 Cabrio D

Details

Baujahr: 1952
Kilometer: 13.000
Hubraum: 2.975 cm³
Zylinder: 6 (R)
Leistung: 85 KW/115 PS
Getriebe: Schaltgetriebe
Kraftstoff: Superbenzin
Türen: 4
Lackierung: dunkelblau
Interieur: Leder grau
H-Kennzeichen: ja
Sitzplätze: 4
Besonderheiten: Weißwandreifen, Radio Becker Mexico, Lederausstattung
Preis: Verkauft

Die Baureihe

Die erste Internationale Automobilausstellung in Frankfurt, veranstaltet im April 1951, präsentierte sechs Jahre nach Kriegsende zahlreiche Neuerscheinungen, darunter einige Modelle der Oberklasse. Daimler-Benz zeigte neben dem Typ 220 eine weitere Neukonstruktion, die das Publikumsinteresse in noch stärkerem Maße auf sich zog: Der Typ 300, seinerzeit größter und schnellster Serienwagen deutscher Produktion, wurde bald zum bevorzugten Repräsentationsfahrzeug in Politik und Wirtschaft.

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Obwohl offiziell nie so bezeichnet, kann er als würdiger Nachfolger des „Großen Mercedes“ der Vorkriegszeit gelten. Zu den ersten prominenten Persönlichkeiten, die sich im 300er chauffieren ließen, gehörten Konrad Adenauer, Theodor Heuss, Finanzminister Ludwig Erhard und Kurt Schumacher – um nur einige zu nennen. Dass der Typ 300 primär mit dem Namen des ersten Bundeskanzlers in Verbindung gebracht und im Volksmund wie in der Oldtimer-Szene als „Adenauer-Mercedes“ bezeichnet wird, ist darauf zurückzuführen, dass „der Alte“ besonderen Wert darauf legte, nur im 300er chauffiert zu werden, und seinen Dienstwagen auch bei Auslandsreisen immer bei sich wissen wollte. Während seiner bis 1963 dauernden Amtszeit als Bundeskanzler, und danach bis zu seinem Tod im Jahre 1967, benutzte Adenauer insgesamt sechs verschiedene 300er. Sein erster Dienstwagen von 1951 ist heute im „Haus der Geschichte“ in Bonn zu bewundern, während der von ihm im Ruhestand benutzte Wagen, ein 300 d von 1959, im Jahre 1967 in den Besitz des Hauses Daimler-Benz überging und seitdem im Mercedes-Benz Museum ausgestellt ist. Angetrieben wurde der 300er wie der Typ 220 von einem Sechszylindermotor mit obenliegender Nockenwelle; dieser leistete in der ersten Version 115 PS und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Rahmen und Fahrwerk entsprachen in ihrer Grundkonzeption den Typen 170 S und 220, waren aber auf das höhere Gewicht und die beachtlichen Fahrleistungen des 300ers abgestimmt. Als prinzipielle Neuerung stand eine elektrisch zuschaltbare Drehstabfederung zur Verfügung, die bei schwerer Beladung – zugelassen waren zunächst 365 kg – für den Niveau-Ausgleich der Hinterräder sorgte. Neben der Limousine, die auf Wunsch mit Schiebedach geliefert wurde, war auch ein fünf- bzw. sechssitziges Cabriolet D erhältlich. Der Produktionsanlauf der Hauptserie erfolgte im November 1951, nachdem die Vorserienfahrzeuge ausgiebig getestet worden waren.